Lass den Regen Regen sein, auf Regen folgt schnell Sonnenschein – oder umgekehrt. Ein Tag im Frosch. 12.08.08

Liepene – Ovisi (Lettland)

 

Vom Sonnenschein im Gesicht wachgekitzelt – das wir so was noch mal erleben dürfen! Mann, war das inzwischen warm hier drin geworden, also aufstehen und raus mit den Hunden! Laut Karte muss die Ostsee hier gleich sein. Machen wir doch einen kleinen Gang. Aber statt an der Ostsee zu landen gingen wir ewig durch den Wald, um schlussendlich dann doch wieder umzudrehen. Egal. Erstmal Frühstück! Oh oh, nicht dass nach dem Kaffeekochen wieder der berühmte Regen losgeht. Nein, die Sonne schien zu doll, als dass so was passieren könnte. Also die Stühle rausgeholt, den „Tisch“ gedeckt und in das erste Mal draußen gefrühstückt! Herrlich! Das fanden die Wespen von unseren Marmeladenbroten auch! Nach einem kurzen Plausch mit einem Motorradfahrer aus Litauen und einer Dame aus Münster wollten wir die Reise fortsetzen. Also in Ruhe abwaschen und aufräumen. Man, diese ganzen Wespen. Und jetzt schnappen die Hunde auch noch danach…. Auuuuuuuaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!! Und schon hatte mich eine gestochen – in den Arm. Oberarzt Doktor Till de Boer, der Arzt, dem die Frauen vertrauen, sprang aus der Dusche um seiner Liebsten zu helfen. Schnell das Coolpack aus dem Gefrierfach und mit einem Geschirrhandtuch um den Arm gewickelt. Aua, das tut soooo weh, das brennt!! Wird gleich besser wurde ich beruhigt.

 

On the road again ging es weiter über Schotterstraßen an der Ostsee lang. Nach ein paar Kilometern ein neuer Versuch: durch den Wald an die Ostsee. Und diesmal hatten wir Glück! Da war sie, die Ostsee. Und was lukte hinter den Bäumen hervor? Der silberne Unimog der Göttinger! Kann ja wohl nicht wahr sein! Da fahren wir die abgeschiedensten Straßen lang zu den abgeschiedensten Plätzen und wir treffen auf die Göttinger. Ausgestigen und zum Strand runter, den Herrschaften mal Guten Tag sagen! Es war traumhaft hier: kilometerlanger Sandstrand, eine ruhige Ostsee und weit und breit kein Mensch außer wir und die Göttinger. Schön! Wir parkten den Frosch, Till sammelte ein wenig Müll zusammen, das störte doch ungemein die wunderschöne Optik. Ich packte eine Decke und ein Buch und lief runter zum Strand. Till wollte mit Kaffee hinterher kommen…. Ich machte es mir am Strand gemütlich. Oh, Till muss gerade den Kocher angeschmissen haben, dachte ich, denn der erste Regentropen kam runter. Naja, kleiner Schauer, geht gleich wieder vorbei. 5min später stand Till mit dem leckersten Kaffee der ganzen Reise neben mir, setze sich zu mir und gerade als wir den ersten Schluck nehmen wollten, da pladderte es von oben nur so runter. Kommando zurück, alles rein in den Frosch. Und da saßen wir dann…draußen zog es sich immer weiter zu… ich las noch ein Kapitel von Rocko Schamoni, Till versuchte sich wieder am Kreuzworträtsel. Rausgehen? Spaziergang im Regen? Okay, machen wir. Also Regenjacken angezogen und runter zum Strand. Das ist so schön hier, wenn es nur nicht regnen würde.

 

Nach einer Stunde waren wir pitsch nass wieder zurück. Hängten unsere Sachen zum trocknen auf, holten die Karten raus und spielten Schwimmen. Hier und da fing es dann auch schon an reinzuregnen…naja, bei dem Platzregen auch kein Wunder. Was wollen wir machen? Prosecco? Okay, also die Dosen gezückt und rein damit! Und so verbrachten wir den restlichen Tag und den ganzen Abend im Frosch, im Bett, bei Prosecco, Karten und zogen die ersten Fotos auf den Laptop. Und dann: Fluchtschlafen. Vielleicht sieht es ja morgen wieder ganz anders aus!

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Kommentare: 1
  • #1

    Thomas (Sonntag, 04 Dezember 2011 01:05)

    Keep on trucking mann.........echt cool!!!

    Ein Mitschüler aus der damaligen B